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Swiss Award for Excellence in Psychiatry

Die SVPA-ASMAP vergibt jährlich den SVPA-ASMAP Swiss Award for Excellence in Psychiatry. Bewerbungen für das Jahr 2011 können bis zum 30. November 2011 eingereicht werden. Die deutschen und französischen Ausschreibungstexte finden sich unten.

SVPA-ASMAP Award for Excellence in Psychiatry 2010

Preisträger: Sebastian Krappen


„Verbesserung der Arbeits- und Weiterbildungsbedingungen für Assistenzärztinnen und Assistenzärzte der Universitären Psychiatrischen Dienste Bern“

Seit Monaten führte  die Minimalbesetzung an Assistentinnen und Assistenten (AA) zu einer sinkenden Qualität bei der Patientenbetreuung. Ursache war die Abwanderung guter und erfahrener AA auf Grund der derzeitigen strukturellen Veränderungsplänen an den Universitären Psychiatrischen Diensten (UPD) und schlechter Bezahlung. Weiterbildungsangebote zum Erreichen des Facharztes konnten in Folge überhöhter Arbeitsbelastung durch Unterbesetzungen nicht wahrgenommen werden. Die Kernaufgaben eines Assistenzarztes konnten auf Grund der hohen Dienstbelastung kaum noch erfüllt werden.

Eine Analyse über die Ursachen für die Verschlechterung der Patientenbetreuung ergab, dass alle oben beschrieben Unzulänglichkeiten untereinander in einer Abhängigkeit stehen. Das primäre Ziel in der Qualitätsverbesserung bei der Patientenbetreuung musste daher die Senkung der Dienstbelastung durch Aufstockung der ärztlichen Mitarbeiter sein. Die mit den Chefärzten geführten Gespräche erbrachten den Lösungsvorschlag, dass der Mitarbeiterstab um Spitalfachärzte zur Dienstentlastung erweitert wurde. Hierdurch kam es unmittelbar zu einer Senkung der Dienstbelastung bei den AA, was auch dem einzelnen Patienten zu gute kommt. Weiterhin ermöglichte diese Maßnahme auch den Assistenzärzten wieder, vermehrt an Weiterbildungsveranstaltungen teilzunehmen.

Eine Verbesserung der Fortbildung wurde auch durch Erhöhung der dafür zur Verfügung gestellten Gelder erreicht. Im Detail bestand die Forderung in der vollumfänglichen Bezahlung der Ausbildungskosten in Zeit (20 Arbeitstage im Jahr) und Geld. Zwar wurde diese Forderung nicht vollständig erfüllt, statt dessen konnte aber erreicht werden, dass die Gutachtenkosten, deren Erstattung seit dem 01.01.2010 weggefallen waren, laut Aussage des ärztlichen Direktors wieder gezahlt werden würden. Daneben wurde erreicht, dass die Weiterbildungskosten auch über eine zusätzliche Zusage finanzieller Mittel für das laufende Jahr beglichen werden. Die Zusagen führten gleichzeitig zu einer klimatischen Verbesserung unter den Assistenzärzten.

Wichtig für den Erfolg der Verhandlungen war, dass die vorbereitenden Gespräche nicht nur im engen Kreise unseres Standorts stattfanden, sondern auch mit anderen Kliniken Informationen ausgetauscht und abgesprochen wurden.


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Florian Riese,
4 Apr 2011, 13:36
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Florian Riese,
4 Apr 2011, 13:36